Der LiH setzt sich für die Anwendung von kaltgepresstem Leinöl und echter Leinölfarbe im Handwerk ein.


  1. Leinöl für die handwerkliche Anwendung ist kaltgepresst, entschleimt und sterilisiert.

  2. Hochwertige, reine Leinölfarbe besteht aus diesem Leinöl, das erhitzt und mit Sauerstoff versetzt wurde, lichtechten und ungiftigen Pigmenten und bis maximal 3% Trockenstoffen. Sie enthält keine Lösemittel oder Verdünnungsmittel wie Balsamterpentin und keinen so genannten „Leinölfirnis“. 


Keine Substanz hat über so viele Jahrhunderte hinweg die nachhaltige Konservierung und Pflege von Holzbauteilen und Eisenbauteilen so erfolgreich unter Beweis gestellt wie Leinöl und Leinölfarbe! Von der Mitte des 15. Jh. bis in die 1950er Jahre hinein waren Leinöl und Leinölfarbe im Handwerk die wichtigsten Konservierungsmittel für Holz- und Eisenbauteile.


Doch nach dem zweiten Weltkrieg haben schnell-trocknende und film-bildende Farben der chemischen Industrie auf der Basis von Erdöl das "überaus nützliche" Lein (lateinisch: "linum usitatissimum") und viele Ressourcen schonende und nachhaltige Leinöl-Produkte vom Markt verdrängt.


Die Lösemittelverordnung der EU, die "VOC Farb Chem 2010", verbietet seit dem 1. Januar 2011 den Verkauf von Farbsubstanzen, die einen festgesetzten Prozentsatz an flüchtigen organischen Bestandteilen (VOC) überschreitet. Die Farbenindustrie wurde somit gezwungen, ihre Rezepturen zu ändern und den Anteil an Lösemittel zu reduzieren. Damit enthalten diese Produkte zum grössten Teil aber immer noch einen Teil Lösemittel und Zusatzstoffe, die die gesundheitsschädlichen Lösemittel zum Teil ersetzen sollen.


Die Leinölprodukte, die der Verein LEINÖL IM HANDWERK E.V. propagiert, enthalten gar keine Lösemittel und sind daher gesundheitlich unbedenklich. Sie schonen Umwelt und Ressourcen. Der Verein vertritt die grundsätzlichen Kriterien für die Qualität reiner Leinölfarben ohne Lösemittel.

LEINÖL IM HANDWERK E.V.